Schiffsreisen-Logo
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Er sagt es wohl 280mal an diesem Tag: „Gutte Morrgan!“ Der untersetzte italienische Polizist, dessen zugeknöpfte Uniformjacke ein wenig spannt, hält begeistert das Smartphone hoch und fotografiert deutsche Radler. Er und seine Kollegen sichern die Strecke, sperren Zufahrten ab, erklären geduldig wartenden Autofahrern, dass hier eine deutsche Radsportgruppe unterwegs sei. Spätestens, wenn die TV-Kamera in Sicht kommt, versteht jeder, dass das nicht irgend ein Provinzverein ist, sondern der Bayerische Rundfunk. Für den hat die jährliche Radl-Kreuzfahrt Tradition, feiert sie doch in diesem Jahr ihr 25jähriges Bestehen. Viele Schiffe hat sie ausprobiert, vormals die »Delphin«, jetzt die »Berlin«. Die Anforderungen sind hoch: Die Logistik von 280 gleichzeitig radelnden Teilnehmern klappt nur, wenn alle Räder pünktlich auf der Pier stehen. Ein Dutzend Philipinos, die sonst hinter den Kulissen Dienst tun, tragen artig Drahtesel für Drahtesel vom Sonnen-Deck durch die Sirocco Lounge, durchs Treppenhaus und die Gangway hinunter.
Ähnlicher Aufwand auf der Landseite: Ein Begleitbus steht bereit, ein Krankenwagen, dazu Einsatzfahrzeuge der Polizei. Nicht ohne Stolz verkünden die Organisatoren, dass nach einigen Verhandlungen die Ordnungskräfte abermals für einen kostenlosen Einsatz gewonnen werden konnten. Mediterrane Gutmütigkeit und die Freude am Außergewöhnlichen begegnen der Frage, ob es für die mit italienischem Steuergeld bezahlten Beamten nicht Wichtigeres zu tun gäbe. Aber mit dieser
280 Räder an Deck
Erste Radl-Tour nach Tropea
In Tropea gibt’s Naturprodukte...
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