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Schiffe, Namen und Schicksale
Zwar gelten Schifffahrtswege als sicher, doch es gibt aus mancherlei Gründen auch außerhalb von Versenkungen durch Kriegseinwirkungen jedes Jahr erhebliche Verluste. Dank immer weiter verbesserter Sicherheitsvorkehrungen, die von der International Maritime Organization bestimmt und meist von allen Nationen eingehalten werden, waren es im Jahre 2013 nur noch 94 Schiffe, die weltweit verloren gingen. Die Versicherungen wie die Allianz Global Corporale & Specialty (AGCS) führen genau Buch darüber. In den Jahren 2002 - 2013 waren es insgesamt 1.673 verbuchte Verluste von Schiffseinheiten mit über 100 BRT. Darunter befanden sich 99 Schiffe, die Passagiere beförderten. Werden ihre Namen heute auch in Statistiken festgehalten oder beherrschen spektakulär für einige Tage die Schlagzeilen, wie jüngst die vor der Jahreswende 2014/15 in der Adria in Brand geratene Fähre »Norman Atlantic« der griechischen Anek-Line, so sind ihre zahlreichen Namen bald zum Vergessen verurteilt.
Zahllos und namenlos sind die Schiffe, die in den vergangenen Jahrhunderten in den Tiefen der Meere verschwanden. Und doch haben sich einige aus neuerer Zeit wie die »Titanic«, »Lusitania«, »Wilhelm Gustloff«, »Bismarck«, »Tirpitz« und andere einen unvergänglichen Namen erworben, der die Tragödie ihres Untergangs überlebte und in der Erinnerung der Menschheit bleiben wird.
Gehen wir weiter zurück in die Zeit, als die Schiffe noch aus Holz gebaut waren und unter Segeln fuhren und sich damit anfälliger für Naturgewalten, Fäulnis und Wurmbefall zeigten, dann tauchen die unvergesslichen Namen von der »Wappen von Hamburg« der Hanse, der »Santa Maria« des Christoph Kolumbus, der »Victoria« Ferdinand Magellans, der »Golden Hind« des Francis Drake, der »Mayflower« der Pilgerväter oder der »Bounty« des William Bligh auf und erzählen uns bewegende, die Geschichte gestaltende Ereignisse.
Einige der historischen Schiffe wurden wieder entdeckt, und ihre Wracks konnten aus den flachen Gewässern geborgen und restauriert werden, wie die »Mary Rose« in Portsmouth, das »Vasa«-Schiff in Stockholm oder die »Batavia« im australischen Fremantle.
Wieder andere Schiffe haben Sturm und Naturgewalten, Seeschlachten und Schiffbruch, drohendes Abwracken und Verrotten überstanden und dienen unseren Zeitgenossen als museales Anschauungsmittel längst vergangener Epochen, um einen Einblick in das Leben unserer seefahrenden Vorfahren zu geben. Um allein bei den einst segelnden Fahrzeugen zu bleiben, besuche man die Wikingerboote von Gokstad und Oserberg in Oslo und die ebenfalls dort befindlichen Polar-Expeditions-Schiffe »Gjöa« und »Fram«, die »Pommern« in Mariehamn, die »af Chapman« in Stockholm, die »Jylland« in Ebeltoft, die
In Portsmouth wacht Nelson über der britischen Schifffahrtsgeschichte
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